Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit führenden Länder im Bereich des Medizintourismus entwickelt. Insbesondere in den Bereichen der ästhetischen Chirurgie, Zahnmedizin, Adipositaschirurgie, Augenheilkunde, Orthopädie, Haartransplantation sowie zahlreicher weiterer hochentwickelter medizinischer Behandlungen entscheiden sich jährlich rund eine Million ausländische Patienten für eine Behandlung in der Türkei. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten Krankenhäuser und Fachärzte, die medizinische Leistungen auf internationalem Niveau anbieten.
Dank einer modernen Gesundheitsinfrastruktur, erfahrener Ärzte, fortschrittlicher technologischer Möglichkeiten und im Vergleich zu vielen europäischen Ländern günstigeren Behandlungskosten hat die Türkei im Bereich des Medizintourismus eine bedeutende Stellung erlangt. Tausende erfolgreich durchgeführte Behandlungen und ästhetische Eingriffe ermöglichen es Patienten, ihre Gesundheit wiederzuerlangen oder das von ihnen erwartete ästhetische Ergebnis zu erreichen.
Neben dieser positiven Entwicklung hat das rasante Wachstum des Medizintourismus jedoch leider auch problematische Praktiken mit sich gebracht.
Unzureichende Informationen, mangelhafte Aufklärungs- und Einwilligungsprozesse, nicht den medizinischen Standards entsprechende chirurgische Eingriffe, fehlerhafte Behandlungsplanungen, von unerfahrenen Personen organisierte Behandlungsabläufe, eine unzureichende postoperative Nachsorge sowie fehlerhafte medizinische Eingriffe können bei ausländischen Patienten zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Darüber hinaus gehören das Ausbleiben des bei ästhetischen Eingriffen zugesagten Ergebnisses, Komplikationen, die Revisionsoperationen erforderlich machen, dauerhafte Narben, Funktionsbeeinträchtigungen oder psychische Schäden zu den in der Praxis häufig auftretenden Problemen.
In solchen Fällen wissen viele Patienten nicht, in welchem Land sie ihre Ansprüche geltend machen können, welche Gerichte zuständig sind, welches Recht Anwendung findet und auf welchem Wege sie Ersatz für die erlittenen Schäden verlangen können. Aus diesem Grund wird ein rechtliches Vorgehen häufig gar nicht erst eingeleitet.
Wie unterstützt LegalMed Turkey seine Mandanten?
LegalMed Turkey ist insbesondere im Bereich des Schutzes der Rechte in- und ausländischer Patienten tätig, die sich im Rahmen des Medizintourismus in der Türkei einer medizinischen Behandlung oder einem ästhetischen Eingriff unterzogen haben.
Mit unserem Team, das sowohl mit dem türkischen als auch mit dem deutschen Rechtssystem vertraut ist, bieten wir insbesondere Patienten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus zahlreichen weiteren europäischen Ländern rechtliche Unterstützung.
Von der ersten Prüfung des Falles an übernehmen wir für unsere Mandanten den gesamten rechtlichen Prozess, insbesondere:
- die Beschaffung der medizinischen Unterlagen bei dem behandelnden Krankenhaus oder der jeweiligen Gesundheitseinrichtung,
- die rechtliche Prüfung und Bewertung des Sachverhalts,
- die Durchführung des gesetzlich vorgeschriebenen außergerichtlichen Mediationsverfahrens,
- die Verhandlungen mit Ärzten, Kliniken und Krankenhäusern,
- die Bezifferung und Geltendmachung materieller und immaterieller Schadensersatzansprüche,
- die Durchführung des gerichtlichen Verfahrens,
- die Begleitung und Überwachung von Sachverständigenverfahren sowie der Begutachtung durch das türkische Institut für Rechtsmedizin (Adli Tıp Kurumu),
- die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen und die anschließende Beitreibung der zugesprochenen Forderungen.
Unser Ziel besteht dabei nicht lediglich darin, Klage zu erheben. Vielmehr geht es darum, die unseren Mandanten entstandenen Schäden so effektiv und zeitnah wie möglich auszugleichen und ihre Ansprüche konsequent durchzusetzen.
